Dank vorbeugendem Brandschutz Weihnachten gemütlich und sicher feiern
Der Dezember bringt eine besondere Mischung aus Gemütlichkeit und unterschätzten Gefahren. Während Wohnungen im warmen Licht von Kerzen und Lichterketten strahlen, entstehen genau dadurch viele der Brände, die jedes Jahr rund um die Feiertage Einsatzkräfte auf Trab halten. Brandschutz in der Weihnachtszeit ist deshalb kein bürokratischer Spaßverderber, sondern ein stiller Begleiter, der dafür sorgt, dass festliche Stille nicht von Sirenen unterbrochen wird. Dieser Beitrag zeigt, wie Brandschutz an Weihnachten zusammenpassen kann und weshalb vorbeugender Brandschutz im Advent unverzichtbar ist.
Kerzen gehören für viele Menschen zur Weihnachtszeit wie Plätzchen und Musik. Gleichzeitig sind sie jedoch eine der häufigsten Brandursachen. Die Flamme wirkt klein und kontrollierbar. In Wahrheit reicht eine leichte Berührung durch ein Haustier oder ein Windstoß beim Lüften, um sie in Bewegung zu bringen. Sobald der Docht brennt, ist die Temperatur hoch genug, um trockene Materialien rasch zu entzünden. Ein Adventskranz, der mehrere Wochen alt ist, wird schnell zur Zunderquelle. Deshalb sollte man Kerzen niemals unbeaufsichtigt lassen. Selbst wenn man nur kurz in die Küche geht, können wenige Minuten darüber entscheiden, ob ein Kranz still verglimmt oder ein Zimmer in Flammen steht. Brandschutz heißt in diesem Fall Aufmerksamkeit statt Technik. Elektrische Lichterketten wirken auf den ersten Blick sicherer. Dennoch gibt es auch hier Fallstricke. Veraltete Modelle können Isolationsschäden aufweisen und dadurch Funken erzeugen. Billige Importware erfüllt nicht immer die Sicherheitsvorgaben. Es ist ratsam, auf geprüfte Produkte zu achten und Lichterketten nach einigen Jahren zu ersetzen. Zudem sollten sie nicht übermäßig warm werden. Wenn eine Kette spürbar heiß ist, kann sie trockene Dekorationen gefährlich aufheizen. Auch Kabel unter Teppichen oder eng gepackte Steckdosenleisten erhöhen das Risiko. Wer abends das Haus verlässt oder schlafen geht, sollte elektrische Beleuchtung ausschalten. Ein Ausschalter kann der entscheidende Schritt im vorbeugenden Brandschutz sein.
Vorbeugender Brandschutz für eine sichere Adventszeit
Ein besonderer Schwerpunkt liegt natürlich auf dem Tannenbaum, denn hier ist Brandschutz besonders wichtig. Der Weihnachtsbaum ist ein Symbol des Festes und gleichzeitig ein potenzieller Brandbeschleuniger. Ein frischer Baum brennt schwerer, da seine Nadeln noch Feuchtigkeit enthalten. Doch er trocknet schneller aus als viele Menschen vermuten. Warme Heizungsluft entzieht ihm täglich Wasser. Es lohnt sich, den Baum regelmäßig zu gießen und nicht direkt neben Heizkörpern aufzustellen. Je trockener er wird, desto schneller kann er Feuer fangen. Ein trockener Baum kann innerhalb weniger Sekunden vollständig in Flammen stehen und enorme Hitze entwickeln. Kerzen sollten darum mit großem Abstand zu Zweigen brennen und niemals über Kopf angebracht werden. Noch besser ist der Verzicht auf offene Flammen am Baum. Sollten doch echte Kerzen verwendet werden, gehört ein Eimer Wasser oder ein Feuerlöscher in greifbare Nähe. Keine Paniklösung, sondern ein Zeichen von Verantwortlichkeit gegenüber sich selbst und seinen Gästen.
Auch in der Küche lauern zur Weihnachtszeit zusätzliche Gefahren. Frittierfett für festliche Speisen wird extrem heiß. Gerät Wasser hinein, entsteht schlagartig Dampf und das Fett kann sich entzünden. Der Reflex, Wasser zum Löschen zu benutzen, ist genau falsch, da dies eine Stichflamme erzeugen kann. Für Fettbrände eignet sich lediglich eine Löschdecke oder das Abdecken des Topfs. Ein brennender Topf sollte niemals bewegt werden. Diese Szene klingt dramatisch, lässt sich aber durch Ruhe und Vorbereitung sicher bewältigen. Brandschutz ist neben Prävention auch Wissen über richtiges Handeln.
Tannenbaum-Brandschutz für ein entspanntes Fest
Wer Gäste erwartet, sollte Fluchtwege freihalten. Das klingt banal, doch Geschenkeberge und zusätzliche Möbelstücke machen Wohnungen schnell enger. Rauch breitet sich rasch aus und nimmt die Sicht. Daher sollten Schlüssel nicht versteckt sein und Türen sich leicht öffnen lassen. All diese Maßnahmen kosten kaum Mühe, zeigen jedoch Wirkung, wenn Sekunden zählen. Die Weihnachtszeit lebt von Licht und Wärme. Gerade deshalb lohnt es sich, das Thema Brandschutz an Weihnachten ernst zu nehmen. Es geht nicht darum, Stimmung zu dämpfen. Es geht darum, sie zu bewahren. Wer achtsam dekoriert, sichere Produkte nutzt und Grundwissen mitbringt, legt einen unsichtbaren Schutzmantel um seine festlichen Tage. Dadurch bleiben Kerzenschein und Lichterglanz jenes friedliche Leuchten, das dunkle Nächte besonders macht.